Haftungsausschluss

Die Entscheidung für oder gegen eine individuelle Therapie wird idealerweise gemeinsam vom Arzt/Chirurgen und Patienten getroffen. Sie basiert vor allem darauf, wie hoch das Risiko und der Nutzen der Therapie eingeschätzt werden.

Um das Risiko der Therapie bzw. von postoperativen Komplikationen formal zu bestimmen, wird dieser DGAV-Risikorechner angeboten. Dieses Tool beruht auf den Daten einer Vielzahl von Patienten und den Therapieoptionen aus den Registern StuDoQ|Kolonkarzinom und StuDoQ|Rektumkarzinom. Zusätzlich gibt der behandelnde Arzt die Daten des aktuell zu behandelnden Patienten in den Risikorechner ein, sodass am Ende eine quantitative Maßzahl für das individuelle Risiko unerwünschter Komplikationen einer spezifischen Therapie vorliegt. Wichtig ist, dass die individuellen Patientendaten vom behandelnden Arzt sorgfältig eingegeben werden und der darauf basierende Risikobericht vom Arzt korrekt interpretiert und dem Patienten hinreichend erklärt wird.

Formal repräsentiert dieser DGAV-Risikorechner ein statistisches Modell, das die Wahrscheinlichkeit für einen Patienten mit spezifischen individuellen Risikofaktoren, postoperativ eine bestimmte Komplikation bzw. ein Komplikationsmuster zu erleiden, berechnet.

Es ist wichtig zu wissen, dass das errechnete Komplikationsmuster einen statistischen Wert darstellt, der beim individuellen Patienten nicht auftreten muss bzw. dass auch Komplikationen auftreten können, die vom DGAV-Risikorechner nicht dargestellt werden.

Die DGAV ist nicht verantwortlich für medizinische Entscheidungen, die basierend auf den Berechnungen getroffen wurden. Der Risikorechner hat nur zum Ziel, empirisch abgeleitete Informationen zu liefern, und ersetzt in keiner Weise den Rat bzw. die Empfehlungen des Chirurgen.

Der Einsatz des Risikorechners im Rahmen einer Behandlung ist aus regulatorischen Gründen ausschließlich in Deutschland zulässig.